Bekannte Künstler der Berliner Sezession

…haben in den 1920er Jahren auf einem Höhenzug über einer Moorwiesenlandschaft in Bad Saarow, dem sogenannten Dudel, eine Künstlersiedlung entstehen lassen. Sie haben hier Atelierhäuser entstehen lassen, die noch heute ihre Wirkungsstätte sichtbar machen.

Akzentuierte Fotografie des Krauskopfhauses durch Harry Rosenthal. Akademie der Künste, Berlin, Harry-Rosenthal-Archiv, Nr. 607 F. 1 kein Fotograf bekannt

Die Künstler­siedlung Bad Saarow auf dem Dudel

Die Maler Wilhelm Kohlhoff mit seiner Frau Catherine, Bruno Krauskopf und Willy Jaeckel, die Architekten Harry Rosenthal und Leo Nachtlicht sowie der Bildhauer Josef Thorak kannten sich aus der fortschrittlichen Kunstszene Berlins, arbeiteten teilweise bereits zusammen und standen alle am Beginn ihrer Karriere, die ihnen viel Aufmerksamkeit und erste Erfolge einbrachte.

Auf dem Dudel kauften sie sich Grundstücke und planten Atelierhäuser, die Harry Rosenthal plante und, soweit möglich, auch realisierte. Die Aufbruchstimmung der Berliner Sezession prägte ihre Werke, wie in der nebenstehenden Fotografie des Krauskopfhauses von Harry Rosenthal sichtbar wird, bei der er die Vitalität des Baukörpers durch Retuschen noch zu steigern wusste.

Kohlhoff, Krauskopf und vor allem auch Jaeckel fanden mit ihren Porträts viel Resonanz in der Berliner Upper Class der „Roaring Twenties“.

Mit der Machtübernahm durch die Nationalsozialisten endete die künstlerische Idylle auf dem Dudel. Rosenthal und Krauskopf, der sein Haus bereits an Max Schmeling verkauft hatte, emigrierten – Rosenthal nach Palästina, Krauskopf nach Norwegen.

Kohlhoff und Jaeckel litten hinfort unter der Klassifizierun als entartete Künstler und hatten nur noch eingeschränkte berufliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Leo Nachtlicht war als Jude nunmehr Opfer der völkischen Diskriminierungen und verlor seine berufliche Existenz, was seine persönliche Notlage zur Folge hatte. Catharine Kohlhoff schlüpfte nach der Scheidung von ihrem Mann in ihrer Familie unter und führte nach dem Krieg ein karges Bohèmeleben im elterlichen Haus in Bad Saarow.

Nur einer aus der Künstlerriege erlebte unter den Nazis einen kometenhaften Aufstieg:

Josef Thorak passte mit seiner Auffassung von Kunst perfekt zum Kunstverständnis der neuen Elite, insbesondere zu Adolf Hitler. Er avancierte neben Arno Breker zum meist beschäftigten Bildhauer jener Jahre und wurde so reich, dass er sich ein Schloss zulegen konnte.

Politisch blieb er so zurückhaltend, dass er nach dem 2. Weltkrieg ohne Schwierigkeiten entnazifiziert wurde und seine letzten Lebensjahre – in seiner Heimat Österreich hochgeachtet- in seinem deutschen Schloss verleben konnte.

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